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    TheCellist.com
    Daniel Müller-Schott

    CD-Kritiken

    „He plays wide, beautifully, without
    drowning the winding outlines of
    these monologues.” Diapason

    Schumann, Strauss, Volkmann, Bruch
    Exceptional

    Convincing and impassioned Müller-Schott’s interpretation, showing an intent balance between technical neatness and expressiveness …

    Very heartfelt and almost touching Müller-Schott’s interpretation who lets sing the cello with inspiration and sensitivity ….The beautiful brightness of his timbre, the shine and the personality enchanting the lucky listeners in the hall.

    Milano Cultura, September 2010

    Unverwechselbar
    Exceptional CD of the Month

    „Ohne viel Lärm ist Daniel Müller-Schott dabei, den Rang eines unverzichtbaren Cellisten unserer Zeit zu erlangen. CDs wie jene mit den beiden Cellokonzerten von Dimitri Schostakovitch, ebenfalls bei Orfeo erschienen, zeigen einen Interpreten, der Extravaganz verabscheut und eine wohldefinierte Persönlichkeit besitzt. Ein warmer Klang, eine präzise Phrasierung und eine übernatürliche Nuancierungsfähigkeit verleihen seinen Ausführungen einen unverwechselbaren kammermusikalischen und poetischen Klang. In ihnen gibt es keinerlei Übermaß, noch Notwendigkeit die Pentagramme zu entstellen oder zu verraten, um sie emotionaler oder brillanter zu machen, wofür man in einem so eindeutig romantischen Repertoire wie diesem dankbar ist. Dies fehlt auch nicht. Es genügt, das Schumann-Konzert zu hören, um zu verstehen, dass Zurückhaltung nicht mit Ausdruck im Widerstreit steht. Der Einsatz des Cellos ist schlichtweg denkwürdig, mit einem Müller-Schott, der sein Instrument natürlich und mit Gefühl singen lässt, gestützt auf eine reiche Artikulation. Die Musik atmet und dasselbe kann man vom restlichen Programm sagen. Das selten gespielte Konzert von Robert Volkmann (1815-1883) folgt dem Schumannschen Muster fast wörtlich, betont nur seine Virtuosität. Es ist kein Meisterwerk, aber derart gespielt, vermag es zu betören, und dasselbe kann man sagen über die jugendliche Romanze von Richard Strauss. Als Schlussstück, Kol Nidrei von Max Bruch, ein Stück, das der Cellist sehr schätzt und uns daher eine konzentrierte Fassung schenkt, sehr persönlich und voller Hoffnung. Müller-Schott ist der große Hauptakteur dieser CD, aber es wäre nicht gerecht, den Beitrag von Christoph Eschenbach nicht in ihrem richtigen Maß zu würdigen, ein Dirigent mit dem Ruf, kalt und analytisch zu sein, der hier eine klare Arbeit leistet, mit klar gezeichneten Texturen, die sich in völligem Verstehen mit dem Cellisten ausdrücken. Die ausgezeichnete Aufnahme rundet schließlich eine jener CDs ab, derer man sich von Anfang bis Ende erfreut.“

    Scherzo 04/2010

    "Nun hat der junge Cellist das Paradestück voller leidenschaftlicher Hingabe eingespielt. Dabei hat er den besten Partner, den man sich vorstellen kann: Besonders in den gefühlvollen Gesangsstellen kommt der prachtvolle Ton des "Ex Shapiro"- Matteo-Goffriller-Cellos (1727 in Venedig gefertigt) zur Geltung. Mit warmem Klang tritt es in einen mitreißenden Dialog mit dem Orchester. Müller-Schott interpretiert das Repertoirestück ganz im Geist der Romantik mit viel Bogen und großem Ton. Ebenfalls glänzend gelingt die Einspielung des Cellokonzertes des wenig bekannten Robert Volkmann. Richard Strauss' Romanze und Max Bruchs "Kol Nidrei" komplettieren die CD, deren Qualität auch auf das hohe spielerische Niveau des NDR-Sinfonieorchesters unter Christoph Eschenbach zurückzuführen ist. Absolut hörenswerte Zusammenstellung romantischer Cellomusik!"

    Fono Forum 02/10

    Classical CD of the week

    … Eine Aufnahme für Kenner des Cellospiels in seiner perfektesten Form.

    Daniel Müller-Schotts weiches Cellotimbre und gefühlsbetontes, sensibles Spiel machen den Reiz dieser einnehmenden CD mit vier Werken der Romantik aus. Zwei davon – das Schumann-Konzert und Max Bruchs Kol Nidrei - gehören zum gängigen Repertoire, was man von Richard Strauss' Romanze und Robert Volkmanns Konzert eher nicht behaupten kann.

    Doch selbst bei den vertrauten Stücken eröffnet Müller-Schott ganz neue Perspektiven tonaler Schattierung und tiefen musikalischen Ausdrucks. Seine natürliche gesangsnahe Melodieführung harmoniert perfekt mit dem Kompositionsstil Schumanns. Seine Phrasierung spannt weite Bögen, die Sätze sind elegant und mit kontrollierter Leidenschaft artikuliert, kongenial unterstützt durch die einfühlsam differenzierten Texturen des Orchesterklangs.

    Strauss' Romanze von 1883 ist zwar ein frühes Werk, aber eines mit bereits klar erkennbaren lyrischen und dramatischen Zügen, die in den späteren Werken des Komponisten einen festen Platz finden sollten. Vielfach deutet sich hier bereits die brillante Orchestrierung an, wie sie in späteren Werken wie dem Rosenkavalier wiederkehrt, sowie der Einsatz melodischer Wendungen, die typisch für Strauss werden sollten.

    In weiten Teilen kann es Volkmanns Konzert, im Jahre 1855 fertiggestellt, in punkto Stilsicherheit und Geschmack durchaus mit Schumann aufnehmen, ja in einigen Passagen scheint das Werk geradezu bestimmte Ideen und Vorstellungen aufzugreifen, die sich auch bei Schumann finden. Mag es auch kein so durchgängiges Hörerlebnis sein, verdankt Volkmanns Stück Müller-Schott dennoch eine inbrünstige, lebendige Interpretation. Der sanft reflexive Schlusssatz ist, nach einigen schnelleren Ausbrüchen, von genuiner Schönheit, mit einer merkwürdig grüblerischen Passage, die kurz vor der kraftvollen Schlusskadenz verklingt. Zu schade, dass Volkmann hierauf nicht verzichtet hat. Das ruhige, fragende Ende wäre weit wirkungsvoller gewesen.

    Beim Werk von Bruch erinnert Müller-Schott mit seiner überzeugten Haltung und konzentrierten Hingabe unwillkürlich an den großen Pierre Fournier. Das bestätigt nur, dass wir es hier mit einer Aufnahme für Kenner des Cellospiels in seiner perfektesten Form zu tun haben.

    Geoffrey Norris, The Daily Telegraph, November 14, 2009

    „… Müller-Schott ist zusammen mit dem NDR Sinfonieorchester eine wunderbar sangliche, brillant durchdachte und virtuos umgesetzte Interpretation dieser romantischen Cellowerke gelungen.“

    Bewertung: großartig

    Angelika Lucchesi, kulturradio 16.10.2009