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    TheCellist.com
    Daniel Müller-Schott

    CD-Kritiken

    „He plays wide, beautifully, without
    drowning the winding outlines of
    these monologues.” Diapason

    Elgar / Walton
    Editor's Choice
    The Strad Selection

    Elgar Cello Concerto: Recommended Recordings by Gramophone Daniel Mueller-Schott’s Elgar Concerto

    The Elgar and Walton cello concertos make a perfect coupling and this is the second time André Previn has conducted the pairing on disc. The first, in 1984, had Yo-Yo Ma, still near the beginning of his career, and the LSO.

    Here he’s with the young German cellist Daniel Müller-Schott and his own Oslo Philharmonic in an equally idiomatic reading. Significantly, Müller-Schott writes his own booklet-notes, demonstrating his warm affection for and understanding of both works. It is the passion of his playing that strikes home immediately – he uses a wider vibrato than Ma, and rather freer, less inhibited phrasing.

    That passion comes over not only in the slower music of the Elgar but also in the seemingly hesitating introduction to the second-movement Scherzo; and where Ma’s reading of the slow movement is marked by refinement and nobility, Müller-Schott’s is weightier. Similarly, in the central Scherzo of the Walton, where Ma is very fast and volatile, Müller-Schott is heavier-handed, though without losing the piece’s sparkle.

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    "Die Welt hat nun einen neuen, großen Cellisten - den 30-jährigen Daniel Müller-Schott aus München - mehr oder weniger ein Protegé der Geigenstars Anne-Sophie Mutter. Er debütierte im August bei den Salzburger Festspielen, ist aber ansonsten auf der ganzen Welt präsent. Es wäre ein Genuss, ihn in dem neuen Konzertsaal des dänischen Rundfunks hören zu können, wenn der Saal einmal fertig ist!

    Der Cellist spielte Mozart in Aalborg und Aarhus mit Mutter & Previn letzten Frühling, und davor war er mit "Sjostakovich" bei den Odense Sinfonikern zu gast. Als er ganz jung war gab er Bach im Louisiana (Museum). Er ist ein natürlich gestikulierender Musiker genau wie Leif Ove Andsnes. Nie eine falsche Betonung, nie eine künstliche Phrase, keine Extreme die sich nicht erklären lässt. Klingt das langweilig? Keineswegs. Gar nicht. Denn Müller-Schott füllt jede Phrase mit musikalischem Sinn, färbt und artikuliert, schwächt oder setzt fort nach Bedarf, da ja seine Virtuosität fantastisch ist. Und das Vibrato ist stark und expressiv, aber immer mit Geschmack angewandt.

    Man kann nicht behaupten, dass die Welt noch eine weitere Einspielung des Elgar Konzertes nicht überlebt hätte, aber diese ist die beste seit vielen Jahren. Und von Walton haben wir noch nicht zu viele, und Müller-Schott ist besonders in dem lyrischen Anfang überaus bewegend. Previn und die Oslo-Philharmoniker haben sich in einer glücklichen Synthese gefunden. Das stand am Anfang nicht in den Sternen geschrieben."

    Politiken, Denmark, September 2006

    Once again, Daniel Müller-Schott demonstrates emphatically (but does he have to?) that he is one of today’s really outstanding cellists. His playing evinces mastery of everything from lyrical tones to energetic impetuosity. Not least because of the difference in the way the orchestra is conducted, the two heavyweights of cello literature are presented transparently and in close proximity to each other. Exemplary.

    Neue Musikzeitung, September 2006, Reinhard Schulz

    "Die Interpretation von Daniel Müller-Schott ist sehr feinsinnig, virtuos feingliedrig und intelligent abgestuft. Stets wahrt er die Form, und sein Ton verschmilzt mit dem Oslo Philharmonic zu einer perfekten Einheit."

    Stereo, August 2006

    Previn kommt auf ein großartiges englisches Duo zurück, gemeinsam mit einem weiteren vorzüglichen jungen Solisten.

    …Bezeichnenderweise schreibt Müller-Schott seine eigenen Booklet-Anmerkungen und beweist seine herzliche Zuneigung und sein Verständnis für beide Werke. Es ist die Leidenschaft seines Spiels, die sofort ins Schwarze trifft: Er verwendet ein breiteres Vibrato als Ma und ist in seinen Phrasierungen freier, weniger gehemmt. Diese Leidenschaft kommt nicht nur in dem langsameren Elgar-Stück zum Vorschein, sondern auch in der scheinbar zögernden Einleitung zum Scherzo im zweiten Satz. …

    Das Solocello ist sehr weit in den Vordergrund gemischt, so dass sein Klang zum Beginn des Walton-Stücks die feinen Details der Instrumentation in den Hintergrund drängt. Davon abgesehen bieten die Darbietungen einen runden Hörgenuss, mit ihrer Ungehemmheit und der Art, mit der sie die den beiden Stücken innewohnende Wärme vermitteln. ….

    gramophone August 2006, Edward Greenfield

    Daniel Müller-Schott: spielt Elgar gewissenhaft

    … ich wurde mit Darbietungen belohnt, die technische Sicherheit mit eloquenter Ausdruckskraft kombinieren.

    Die Einleitung des Elgar-Stücks beginnt hoffnungsvoll: ausgeglichene, klingende Akkorde, das aufgelöste H mit Feingefühl vor dem Hinuntergleiten positioniert und ein fließender, ausgedehnter rhythmischer Schwung hin zum ersten Thema. Daniel Müller-Schott beachtet das gesamte Werk hindurch gewissenhaft die vom Komponisten häufig gesetzten Akzente und Sforzandos. Der aufgenommene Klang und die Abmischung der Instrumente sind gut. Im reizenden und humorvollen zweiten Satz stellt sich kein Gefühl der Hektik ein … und das Adagio wird mit dem reichen, gut kontrollierten Vibrato intensiv gefühlt. Die dolcissimo-Passage ist sehr süß und zärtlich. Im Finale tritt wieder der Humor in den Vordergrund und das übermütige Thema könnte nicht munterer klingen. Das Ensemble zwischen Solisten und den Streichern wirkt zum Schluss hin ein wenig schwerfällig, doch dies ist ein in der ansonsten exzellenten Interpretation zu vernachlässigender Punkt.

    Kaum zu übertreffen ist der magische Augenblick zum Schluss (Walton Cellokonzert) hin, wenn Cello und Orchester endlich in einer Passage zusammenkommen, wo die Streicher zwischen den hohen Trillern des Cellos hindurch schimmern. Dies ist sicherlich einer der Momente, auf die sich Müller-Schott in seinen Booklet-Anmerkungen bezieht – wenn Du die goldenen Strahlen der Sonne und die blaue Farbe der See um Ischia herum fühlen kannst.

    the Strad, August 2006, Janet Banks

    Ich hörte Müller-Schott zum ersten Mal spielen, als er noch ein Teenager war und ich habe seine eindringliche, kraftvolle Art zu Musizieren nicht vergessen. Die Poulenc-Sonate auf seiner Debüt-CD bei EMI war beeindruckend, aber hier betritt er einen überfüllten Markt. Er wagt einen kühnen Einstieg und bemäntelt jene ersten vorsichtigen Schritte die Skala hinauf, um sie mit leuchtender Zuversicht zu erklimmen. Dies ist ein prächtiger Elgar, ein Rolls-Royce ….

    Der Walton ist etwas Besonderes, nicht zuletzt, weil sich die Osloer Philharmoniker unter Previn in großartiger Form präsentieren. Dieses feinsinnig-verspielte, sonnenbeschienene Werk ist verteufelt schwer und erfordert genau die Art von kraftvoller Virtuosität, die Müller-Schott an den Tag legt. Selbstbewusst meistert er die fingerbrecherischen Akkorde und Oktaven des Aufsehen erregenden Allegros, sein von diamantener Klarheit gekennzeichnetes hohes Register schneidet sich durch die verwirrenden Bläser, während seine Schlusskadenz ungemein an Schwung gewinnt. Er kann nicht an den unbekümmerten Charme und die athletische Anmut Piatigorsky, dem das Stück gewidmet ist, heranreichen, aber sein Spiel ist von einer Munterkeit beseelt, die auf einen künftigen Meister seines Handwerks schließen lässt.

    BBC Music Magazin, Juli 2006, Helen Wallace

    Artistic- & Sound Quality 10/10

    Cellist Daniel Müller-Schott und André Previn tun sich zusammen für eine absolut hervorragende Paarung der beiden wichtigsten englischen Cellokonzerte…. Müller-Schott spielt mit vollendetem Geschmack und außerordentlicher Virtuosität. Sein gut kontrolliertes Vibrato verleiht den lyrischen Höhepunkten im ersten Satz große Intensität, ohne dass der Ton grob klingt, und seine Geschicklichkeit im nachfolgenden Scherzo ist fast schon erstaunlich. Das fließende Tempo, das er und Previn im langsamen Satz wählen, erzeugt eine Zartheit ohne übermäßige Sentimentalität und das kräftige Finale mündet in den perfekten, befriedigenden Schluss. Zu jedem Zeitpunkt – ebenso im Walton-Stück – ist das Spiel des Oslo Philharmonic Orchestra weltklasse, sein Klang reich, natürlich und gut ausbalanciert.

    …. Diese Darbietung (Walton Cellokonzert)allerdings präsentiert das Stück so kraftvoll wie nie zuvor. Previns Leistungen als Walton-Dirigent stehen natürlich außer Frage, aber auch Müller-Schott ist Lob auszusprechen, dass er die bittersüße Lyrik mit beeindruckender Vollständigkeit einfängt. Das eröffnende Moderato wurde selten auf so triftige Weise geformt (sicherlich ist es hilfreich, die Musik vorwärtsdrängen zu lassen) und es wird nicht versucht, im langen Finale Einigkeit zu suchen, wo keine Einigkeit besteht. Müller-Schott und Previn spielen das Stück, salopp gesagt, windelweich, nachdem sie durch das mittlere Scherzo mit Ehrfurcht einflößender virtuoser Brillanz sausen. Für einen sensationellen jungen Cellisten lässt sich wohl kaum eine beeindruckendere Visitenkarte als diese Veröffentlichung vorstellen. Wenn Sie diese beiden Werke lieben, sollten Sie sich die Aufnahmen unbedingt anhören.

    www.classicstoday.com, David Hurwitz

    CD der Woche - Elgar, Walton: Cello Concertos

    In einer ebenso begeisterten wie ergreifenden persönlichen Anmerkung (mit musikalischen Beispielen) über diese beiden großartigen englischen Solokonzerte bezeichnet der hervorragende junge Musiker aus Deutschland Elgars Werk als „den Höhepunkt und den Abschluss des kreativen Schaffens des Komponisten, ein Requiem für die Millionen von Frauen und Männern, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben lassen mussten“. Die Stimmung des Solokonzerts ist zumeist schwermütig. Müller-Schotts ausdrucksstarkes Legato-Spiel fängt auf beeindruckende Weise die Traurigkeit und Resignation des Adagios ein; aber er kann auch verwirren, so in den ruhelosen Sechszehnteln des Allegro molto im Scherzo-ähnlichen zweiten Satz. Dies ist eine zugleich tief nachempfundene und erfrischend neu aufgefasste Auslegung eines häufig aufgenommenen Stücks.

    Nicht weniger reizvoll ist seine Deutung des Walton-Konzerts: Die ähnlich nostalgische Musik wird im mittleren Allegro appassionato erhellt von der Brillanz der neapolitanischen Sonne über dem Meer um Ischia, wo das Stück komponiert wurde. Previn, stets ein leidenschaftlicher Fürsprecher von englischen Komponisten, erweist sich – unterstützt vom idiomatischen Klang des Osloer Orchesters – als kongenialer Partner. Vier Sterne!

    Sunday Times Review, 18. Juni 2006, Hugh Canning

    DIE ZEIT EMPFIEHLT Edward Elgar, William Walton: Cellokonzerte op. 85 und op. 68 Daniel Müller-Schott, Violoncello - Oslo Philharmonic Orch. - Ltg: André Previn - Orfeo C 621 061 A

    DIE ZEIT Nr.21 vom 2006-05-18, Seite 44

    Klagende Kantilenen

    Daniel Müller-Schott spielt Elgar und Walton Das Zusammenspiel mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter und dem Dirigenten und Pianisten André Previn hat sicher nicht unwesentlich zur Karriere des smarten Cellisten Daniel Müller-Schott beigetragen, aber er hätte seinen Weg auch ohne diese prominenten Partner gemacht. Ein schönes Beispiel für seine Cello-Kunst ist jetzt bei Orfeo erschienen: Mit dem Oslo Philharmonic Orchestra unter André Previns Leitung interpretiert er die Cello-Konzerte von Edward Elgar und William Walton. Edward Elgars 1919 uraufgeführtes Konzert ist ein ernst grundiertes, von den Zeitläuften getränktes Abschiedswerk, dessen klagende Kantilenen bei Daniel Müller-Schott in den besten Händen sind. Nicht minder intensiv seine Gestaltung des Soloparts im 1957 entstandenen Konzert William Waltons - und an üppig-elegischem Schönklang lässt es das Oslo Philharmonic Orchestra nicht fehlen.

    Wiesbadener Kurier, Mai 2006

    Diese Beschäftigung mit den eher traditionell orientierten Komponisten ist natürlich umso Erfolg versprechender, je besser die Interpreten sind. Jetzt gibt es wieder so einen beglückenden Fall: Der Cellist Daniel Müller-Schott hat zusammen mit dem Oslo Philharmonic Orchestra unter der Leitung von André Previn Cellokonzerte von Edward Elgar und William Walton eingespielt… Vielleicht ist dieses Cellokonzert, das letzte bedeutende Werk Elgars überhaupt, also auch ein wehmutsvoller Rückblick auf das romantische Solokonzert schlechthin, auf eine grandiose Epoche, die so nie wiederkommt. Es ist jedenfalls atemberaubend mitzuerleben, mit welcher Intensität Daniel Müller-Schott und die Musiker aus Oslo dieser Nostalgie, dieser Trauer Ausdruck verleihen. …. Was diese CD darüber hinaus besonders wertvoll macht, ist das andere hier eingespielte Cellokonzert von William Walton, das auf CD-Markt und im Konzert sehr viel seltener anzutreffen ist…. Waltons lyrischer Spätstil jedenfalls ist dankbares Futter für jeden Cellisten, und auch Daniel Müller-Schott lässt sich keine Gelegenheit zu nuanciert-singender Gestaltung entgehen.

    Deutschlandradio – Neue Platte Mai 2006 von Ludwig Rink

    Nach Joseph Haydn, Joseph Joachim Raff und Aram Catschaturjan legt Daniel Müller-Schott seine vierte CD mit Cello-Konzerten vor und demonstriert erneut, dass er mittlerweile zu den führenden Cellisten der jüngeren Generation gehört. Das introvertierte Elgar-Konzert, eines der schönsten der gesamten Cello-Literatur, spielt er mit großem Zug nach vorn, technisch makellos, mit wunderschöner, warmer Tongebung und durchaus mit dem Mut zur großen romantischen Geste, doch ohne den leisesten Anflug von Sentimentalität, der dem Werk so leicht das Genick brechen kann. Mit genauem Gespür erfasst Müller-Schott den wehmütig retrospektiven Charakter dieses Konzerts … So wunderbar Elgars Konzert fraglos ist, angesichts der zahlreichen vorhandenen Elgar-Aufnahmen ist Müller-Schotts Einspielung des Cellokonzerts von William Walton vielleicht noch wichtiger für das Repertoire. …Müller-Schott und Previn musizieren dieses wundervolle Konzert unglaublich beseelt und differenziert. Die Aufnahme ist ganz offensichtlich eine Liebeserklärung - und wirklich eine geglückte.

    BR 4 Klassik, CD Tip von Oswald Beaujean